Regionalverband Oberhavel e.V.


Letzter Arbeitseinsatz 2015

Was Du dieses Jahr noch kannst besorgen...

...unter diesem Motto haben wir uns getroffen, um die Wiese am Einheitsdenkmal in Bergfelde zu beräumen. Unser Mitglied Helmut war kurz vor Weihnachten noch so freundlich, sie zu mähen. Diese Wiese ist eine sogenannte Magenwiese auf der geschützte Trockenrasenarten wachsen. In diesem Jahr haben wir dort sogar Kuckucks-Lichtnelken, die auf der roten Liste der besonders geschützten Arten stehen entdeckt. Deswegen musste das Mähgut, als sogenannte Nährstofffracht abtransportiert werden. Dabei sind die Kleinsten die Größten gewesen. Bela, Johannes und Oliver von der Pestalozzi Schule in Birkenwerder sowie Ian und Finn von der Ahorngrundschule Bergfelde haben tonnenschwere Planen voll mit dem abgeharkten Mähgut zur Laubdeponie gezogen. Ein klein wenig unterstützt von den Vätern.

Ein klein wenig Energie war dann noch übrig, um auch die Strasse zum Mauerweg vom Laub zu befreien und so wieder Radfahrern und älteren, sowie gehbehinderten Menschen ein sicheres Durchkommen zu gewähren. Unsere jungen Wilden haben am Turm in der Zwischenzeit Unmengen Holz gehackt, damit dieser im Winter beheizt werden kann.

Danke an die vielen fleißigen Hände. Von U 6 bis Ü 70 war alles am Start. Wir sind eine tolle Truppe.

Alles Gute fürs Neue Jahre wünscht Euch Euer Dirk Hartung



Praktische Naturschutzarbeit des Regionalverbandes Oberhavel

Waldralley    Waldbesitzertag
Ehemaliger Grenzturm Hohen Neuendorf/Bergfelde 2012

Landschaft 1990: keine Bäume oder Sträucher

2000: Hoher Sträucherbewuchs, parkähnliche Landschaft


SDW Regionalverband Oberhavel stellt sich vor

Der Regionalverband Oberhavel in der SDW Brandenburg wurde am 03. Dezember 1994 in Hohen Neuendorf gegründet. Die Gründungsveranstaltung fand im sogenannten „Öko-Turm“ der Deutschen Waldjugend, einem ehemaligen Grenzturm, in Bergfelde statt. Initiatorin, Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende ist Frau Helga Garduhn. Heute hat der Regionalverband 53 Mitglieder. Zum Vorstand gehören: 1. Vorsitzende: Frau Helga Garduhn 2. Vorsitzende: Frau Gabriele Zaspel Beisitzer: Herr Michael Römer, Herr Hans Gert Stüker.

Aufgaben und Ziele

Das Ziel des Regionalverbandes besteht darin, die naturräumliche Landschaft des Landkreises Oberhavel zu schützen und zu erhalten sowie ihre naturnahe Weiterentwicklung zu begleiten. In den vergangenen Jahren fanden hierzu zahlreiche Aktivitäten statt. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit besteht in der Jugendarbeit. Durch Informationen über die Wirkungen von Naturschutzmaßnahmen sowie anschauliche Vermittlung von Mitwirkungsmöglichkeiten des Einzelnen sollen Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene für den Naturschutz begeistert und zum konkreten Mitarbeiten gewonnen werden. Dazu werden u.a. Waldwanderungen und Turmführungen durchgeführt, Baumpflanzungen -auch zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten- initiiert und Exkursionen zu landschaftlich oder kulturell interessanten Zielen angeboten. Der jährlich stattfindende Umweltmarkt bzw. das Herbstfest in Hohen Neuendorf sowie andere Veranstaltungen werden mit einem Infostand der SDW bereichert. Führungen und Diskussionsrunden zum „Tag des Offenen Denkmals“, zum „Langen Tag der StadtNatur“ der Stiftung Naturschutz Berlin sowie zu Gedenktagen wie zum Tag des Mauerbaus bzw. zum Fall der Mauer 1989 werden ebenso angeboten. So hat z.B. auch das rbb einen Film über den Naturschutzturm gedreht.

Jugendarbeit als Schwerpunkt

Einen Hauptschwerpunkt der Arbeit des SDW-Regionalverbandes OHV bildet die Jugendarbeit. Dabei spielt die Deutsche Waldjugend als Jugendorganisation der SDW eine besondere Rolle. Ständiger Treffpunkt der Jugendlichen ist der Naturschutzturm „Berliner Nordrand in Bergfelde. 1 x wöchentlich, jeweils Freitags in der Zeit von 15:00 bis 17:00 Uhr treffen sich Jugendliche am ehemaligen Grenzturm und beschäftigen sich mit der Pflege und Erhaltung des 4000 m² großen Turmgeländes sowie des umliegenden Waldes. Dabei gibt es neben der Arbeit viele interessante und nützliche Informationen zu Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie zum Schutz verschiedener Tier- und Pflanzenarten. Seit 1991 spielt auch die Pflege und Erhaltung des Herthamoores immer wieder eine besondere Rolle. Aber auch für Schulklassen und sogar Kindergartengruppen steht der Naturschutzturm offen. Insbesondere die Naturschutzarbeit am Grenzturm interessierten Kindern und Jugendlichen vielfältige Anregungen und Möglichkeiten zur konkreten Arbeit in der Natur. Auf Anforderung und unter Mitwirkung der Lehrer und Erzieher kann hier Biologieunterricht zu Anfassen im Grünen Klassenzimmer auf dem Turmgelände vermittelt werden. Im Jahr 2011 konnten so 21 Schulklassen mit 535 Schülern betreut werden.

SDW Regionalverband Oberhavel engagiert sich für Turm- und Walderhalt

Der Grenztum war bis zur Grenzeröffnung 1989 die Führungsstelle im ehemaligen Grenzstreifen zwischen Berlin-Frohnau und Hohen Neuendorf. Er ist einer der vier verbliebenen Grenztürme am Berliner Mauerweg, von denen einst 302 Türme West-Berlin umgaben. Am ehemaligen Grenzstreifen hat der Regionalverband der SDW über 80.000 Bäume gepflanzt, Biotope angelegt und pflegt diese Naturlandschaft rund um den Naturschutzturm. Dieses Projekt ist einzigartig in Brandenburg. Mit hohem ehrenamtlichen Engagement, unermüdlicher Fleißarbeit und mit Hilfe zahlreicher Schüler entstand hier eine blühende Landschaft, die unseren Tieren einen neuen Lebensraum schenkte. Aber auch für Menschen ist der Turm eine Inspirationsquelle. Heute dient er vor allem als Begegnungsort für Kinder, Jugendliche, Schulklassen und interessierte Bürger.  Als ergänzende Möglichkeit zum Biologie-Unterricht in der Schule lernen Kinder hier, was gemeinsame Natrschutzarbeit vor Ort bedeutet für Tiere und Menschen. Heute betreut der Regionalverband Oberhavel das Projekt und sucht interessierte und engagierte Mitstreiter für weitere Naturschtätigkeiten. So hat auch der RBB einen Film über den Naturschutzturm gedreht. Auskunft über Kooperationsprojekte oder Informationen bekommen Sie bei unserer langjährigen Vorsitzenden Frau Helga Garduhn.  Das Infoblatt über den Grenzturm finden Sie hier

 


Waldwanderung mit Hortkindern rund um den Turm

Mit Regenjacken, Matschhosen, Gummistiefeln, sowie Schal und Mütze erreichten die Kinder den Naturschutzturm in HohenNeuendorf. Einen ausführlichen Bericht über Abenteuer, widriges Wetter, spannende Geschichten und ganz viel Waldwissen gibt es hier. 


Impressionen vom Turmfest 2014

Am 20.09 2014 traf sich der Regionalverband Oberhavel am Naturschutzturm zur Mitgliederversammlung mit anschließendem Turmfest. Nachdem Dirk Hartung zum neuen ersten Vorsitzenden des Regionalverbandes gewählt worden war begann der gemütliche Teil des Abends bei buntem kulturellem und kulinarischen Programm. Stolz konnte der Regionalverband einen neuen Mitgliederrekord verkünden. Der Regionalverband ist mit 104 Mitgliedern die stärkste SDW-Gruppierung im Land Brandenburg.

Der Landesvorstand gratuliert und wünscht für die weitere Arbeit alles erdenklich Gute.

Im weiteren Verlauf finden Sie einige Eindrücke vom Tag.


Der Naturschutzturm
Der neue erste Vorsitzende Dirk Hartung mit seiner
Vorgängerin Helga Garduhn

Neumitglied Michael Pan liest "Der Fönig"
Lesungspublikum


Arbeitseinsatz am Herthamoor 2014

Im Herthamoor, einem vor dem Strassenbau geretteten Naturidyll, tat sich am vergangenen Wochenende wieder einiges.

Die Mitglieder SDW Oberhavel trafen sich, um die Wiese vor dem Moor zu mähen und die Mahd abzutransportieren.
Eine große Gaudi vor allem für die Kleinen, die wie in früheren Zeiten endlich wieder einmal im Heu toben konnten. Bei der anschließenden Entdeckungstour durchs Moor konnten wieder viele Kröten bei der Laichablage beobachtet werden. Wachsam beäugt von einem Kranich, der das mit Wohlgefallen sah, witterte er doch den ein oder anderen schmackhaften Happen.
Unter dem alten abgestorbenen Riedgras fanden wir wunderschöne Buschwindröschen und allerlei Pflanzen, für die es komplizierte lateinische Namen gibt und die unsere Biologin zum Jubeln brachten.



                                             


Ein Bienenprojekt zur Erhaltung der Vielfalt

Seit dem Frühjahr 2009 gibt es auf dem Turmgelände auch eine AG Imker. Der Hohen Neuendorfer Imkerverein als Initiator dieser AG hat sich vorgenommen, zusammen mit der Deutschen Waldjugend junge Imker auszubilden. Derzeit stehen dazu 4 Bienenvöker zur Verfügung.


Kooperationen

Mit der Waldschule Briesetal sowie der Waldschule Krämer bestehen Kooperationsbeziehungen. Die SDW unterstützt insbesondere bei größeren Aktionen und Veranstaltungen, wie z.B. die Waldjugendspiele, die Waldschulen personell. Ebenso werden die beiden Waldschulen in die Öffentlichkeitsarbeit des SDW-Landesverbandes mit einbezogen, z.B. in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung der Waldpädagogik. Im Gegenzug unterstützt der Briesetalverein Birkenwerder die SDW, z.B. im vergangen Jahr bei Stellungnahmen zum Sportplatz Zühlsdorfer Strasse sowie zum geplanten Ausbau der A 10 Nördl. Berliner Ring sowie zum Bau einer Tank- und Raststätte bei Birkenwerder. Darüber hinaus können die Angebote der ANU von den Waldschulen mit genutzt werden.

Zusammenarbeit

Für die Arbeit der SDW hat sich die Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzverbänden wie z.B. dem NABU, der Grünen Liga, der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung (ANU) sowie dem BUND als sehr hilfreich erwiesen. Sowohl die gegenseitige Information und Erfahrungsaustausch über spezielle Themen des Naturschutzes als auch die Zusammenarbeit bei einigen Aktionen waren in der Vergangenheit sehr hilfreich. Ebenso hilfreich ist die Zusammenarbeit mit dem Landesbüro der anerkannten Naturschutzverbände Potsdam. Dort wird in bewährter Form unsere Mitwirkung bei bestimmten Fragen und Problemen angeregt sowie die Koordination von Stellungnahmen zu Natur- und Umweltproblemen vorgenommen. Mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises besteht ebenfalls eine gute Zusammenarbeit. Frau Garduhn arbeitet als anerkannte Naturschutzhelferin und nimmt an den jährlich stattfindenden Tagungen und Exkursionen teil; Frau Zaspel ist Mitglied im Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises OHV.


Helga Garduhn mit goldener Ehrennadel der SDW ausgezeichnet

Berlin, 25.04.2013; Im Rahmen der Baumpflanzung mit dem Bundesumweltminister im Parlament der Bäume, wurde die Vorsitzende des Regionalverbands Oberhavel, Frau Helga Garduhn, vom Präsidenten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Herrn Dr. Wolfgang von Geldern, mit der höchsten Auszeichnung unseres Verbandes bedacht. In seiner Laudatio lobte Dr. von Geldern das außergewöhnliche Engagement von Frau Garduhn für den Natur - und Umweltschutz. Frau Garduhn ist ein SDW-Mitglied der ersten Stunde. Durch ihren persönlichen Einsatz sicherte Sie der Deutschen Waldjugend, einen ehemaligen Grenzturm in HohenNeuendorf, der heute bundesweit als Naturschutzturm bekannt ist. Auf dem Gelände am ehemaligen Todestreifen pflanzte die ehemalige Lehrerin bis heute fast 80.000 Bäume und betreut bis heute interessierte Kinder- und Jugendgruppen. Wir sind sehr stolz Frau Garduhn in unseren Reihen zu haben und freuen uns mit Ihr über die Auszeichnung.

 


Der Leitspruch des Regionalverbandes Oberhavel e.V. lässt sich  durch die Worte eines großen Visionärs und Naturforschers wie Alexander von Humboldt am einfachsten ausdrücken.

 


                                                                Ehrfurcht vor dem Baum!

                                                           Habt Ehrfurcht vor dem Baum.

                           Er ist ein einziges, großes Wunder und euren Vorfahren war er      

                                                                          heilig.

                        Die Feindschaft gegen den Baum ist ein Zeichen von  

                                                               Minderwertigkeit

                               eines Volkes und von niederer Gesinnung des einzelnen.

 

Sie haben Interesse in Ihrer Region Bäume zu pflanzen oder es liegt Ihnen ein Naturschutzprojekt am Herzen und Sie suchen Mitstreiter?

Oder Sie möchten eins unserer Naturschutzprojekte unterstützen?

Dann sind sie bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald herzlich wollkommen! 

Nehmen Sie bitte einfach dafür zu den regionalen Ansprechpartnern vor Ort Kontakt auf.



Ansprechpartner:

Dirk Hartung

Ahornallee 38
16562 HohenNeuendorf

hartung.dirk@gmail.com