Stellungnahmen


Zum Schutz der Natur und der Landschaft haben die anerkannten Naturschutzvereinigungen nach dem Bundesnaturschutzgesetz das Recht, sich zu geplanten Eingriffen in die Natur zu äußern, um Schäden soweit wie möglich abzuwenden und zu vermeiden. Um diese Verbändebeteiligung sinnvoll zu koordinieren, wurde von Naturschutzvereinigungen im Land Brandenburg das „Landesbüro anerkannter Naturschutzvereinigungen “ GbR gegründet. Mitglieder sind der NABU, der BUND, die Grüne Liga, die SDW, und die NaturFreunde. Ziele sind die Wahrung der Belange des Naturschutzes bei Planungsvorhaben.

 

Seit 2015 existiert die Plattform "Beteiligung in Umweltfragen", durch diese die Erarbeitung von gemeinsamen naturschutz- und umweltschutzfachlichen Stellungnahmen der Verbände erleichtert und die Zusammenarbeit gestärkt wird. Diese bietet vielfältige Möglichkeiten:

  • Informationen zu Verfahren können schneller und unkomplizierter verteilt und
  • Stellungnahmen können online diskutiert werden;
  • ältere Verfahren sind online archiviert

Auch Sie können sich beteiligen, schauen Sie rein!


Stellungnahmen - Archiv bis 2013
Waldwege in Brandenburg erhalten, Wälder schützen!

(2013) Position der SDW - Landesverband Brandenburg e.V. zur Diskussion um den Ausbau der Waldwege im Land Brandenburg. Die Schutzgemeinschaft unterstützt die Sonderrolle des Wegebaus im Wald und die Schaffung eines gut ausgebauten
Grundwegenetzes in Brandenburgs Wäldern. Die neue Dienstanweisung des Landesbetriebs Forst muss jedoch noch überarbeitet werden.

Den Text der Stellungnahme finden Sie hier.


Position zum aktuellen Waldbrandgeschehen im Landschaftsschutzgebiet "Baruther Urstromtal und Luckenwalder Heide"

(2013) Die SDW fordert einen runden Tisch zur Ausarbeitung einer Waldbrandbekämpfungsstrategie für potentiell munitionsbelastete Flächen. Eine ausführliche Stellungnahme finden Sie hier.

Am 19.11.13 erreichte uns die Antwort des Landtag Brandenburgs auf unsere Stellungnahme. Das Schreiben finden Sie hier.


Die Errichtung von 32 Windenergieanlagen

(2013) Der Regionalverband Baruther Urstromtal e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat eine Stellungnahme zum Vorhaben der Firma e-wikom GmbH zur Errichtung von 32 Windenergieanlagen erstellt. Diese Stelungnahme finden Sie hier


Regionalplan Havelland-Fläming

(2012) Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Landesverband Brandenburg hat über das Landesbüro der anerkannten Naturschutzverbände eine Stellungnahme zum Regionalplan "Havelland-Fläming 2020" abgegeben. Die Regionalverbände Potsdam und Baruther Urstromtal gingen dabei insbesondere auf die Ausweisung von potentiellen Windenergieflächen ein.

Die Stellungnahme des Landesbüros finden Sie hier.
Die Stellungnahme des RV Potsdam hier.
Und die Stellungnahme des RV Baruth hier.


Der kurz vor der Genehmigung stehende "Solarpark Krempendorf" ist ein Skandal

Die Energiewende ist und wird eines der bestimmenden Themen für die Arbeit der Schutzgemeinschaft in den nächsten Jahren sein. Politik und Wirtschaft treiben ihre Strategie voran und die Suche nach geeigneten Flächen führt immer öfter in den Wald. Nun soll auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jännersdorf an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern ein zweiter Solarpark gebaut werden. Als Naturschutzverband sehen wir die Möglichkeiten für Fotovoltaik im Brandenburger Tiefland als begrenzt an. Den besten Wirkungsgrad erzielen hier noch dezentrale Kleinanlagen auf Hausdächern. Wenn Solarparks, dann bitte nur auf ehemaligen Kippenflächen und keinesfalls im Wald. Die Ressource Holz ist uns in ihrer vielfältigen Funktion als Energieträger, Baustoff und Erholungsgebiet teurer als die magere Energieausbeute der Fläche. Wir unterstützen jedoch die Linie der Forstverwaltung, schwer verseuchte Konversionsflächen, die aufgrund ihrer starken Belastung durch Kampfmittel oder Chemikalien, sowieso gerodet werden müssten, durch Solarfirmen beräumen zu lassen. So geschehen auf dem Solarpark Lieberose und der ersten Anlage in Jännersdorf.

Im benachbarten Krempendorf liegt die Sache jedoch anders. 2003 kaufte der Besitzer der Lübzer Brauerei Hans-Dieter Böhm, den größtenteils bewaldeten Truppenübungsplatz von der BVVG. Auflage war ein nachhaltiges Nutzungskonzept für die Waldflächen zu erstellen. Das klappte einige Jahre ganz gut bis 2007 der Holzpreis rapide in die Höhe ging. In den nächsten 2 Jahren wurde auf der Fläche intensivst Holz eingeschlagen. Der Bestockungsgrad sank mit 0,4  teilweise unter die gesetzlichen Vorgaben. Ein starkes Sturmereignis 2010 schließlich brachte die Quittung, als durch Windwurf Kahlflächen auf über 200 ha entstanden. Nun hat der Waldbesitzer eigentlich eine Wiederbewaldungspflicht, doch Herr Böhm hatte eine besserer Idee. Der Truppenübungsplatz ist wie alle ähnlichen Flächen im Land als Konversionsfläche ausgewiesen. Damit qualifiziert es sich für erhöhte EEG-Fördersätze beim Bau einer Solaranlage. Die für die Anlage ausgewiesene Fläche von 80 ha ist jedoch aufgrund ihrer Vornutzung als Zeltplatz keineswegs belastet. Hier möchte der Waldbesitzer doppelt absahnen. Erst den Ertrag aus dem Holzeinschlag und anschließend die Förderung für den erzeugten Strom. Als Ausgleich werden ein paar verstreute Waldinseln gepflanzt, die jedoch den gewachsen Waldverbund vor Ort nicht ersetzen können.

Es darf nicht sein, dass auf so dreiste Art und Weise, Raubau an der Natur betrieben wird. Und ebenso müssen wir darauf achten, dass die Energiewende mit Bedacht vorangetrieben wird und nicht in Wild-West-Manier Claims abgesteckt und meistbietend verkauft werden.

 

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