Waldanteil in Deutschland

Deutschland ist eines der waldreichen Länder der Europäischen Union. Mit 11,1 Millionen Hektar ist knapp ein Drittel der Gesamtfläche mit Wald bedeckt.In den vergangenen vier Jahrzehnten hat die Waldfläche um ca. 1 Mio. ha zugenommen. Im Durchschnitt kommen auf einen Hektar Wald sieben Einwohner.Die waldreichen Nachbarländer Schweiz kommen auf sechs, Österreich ca. zwei, Frankreich ca. vier, Schweden 0,3 und Finnland 0,2 Einwohner pro Hektar Wald.

Mit der Bundeswaldinventur 2004 wurde zum ersten Mal nach der Wiedervereinigung der Wald in ganz Deutschland einheitlich und in allen Besitzformen durch eine Stichprobe erhoben. In den alten Bundesländern wurde bereits 1987 eine Inventur durchgeführt und lässt deshalb nur für dieses Gebiet Rückschlüsse über die Entwicklungen im Ökosystem Wald zu. Insgesamt kann man sagen, dass sich die Strukturen des Waldes positiv entwickelt haben. Über die Hälfte des Waldes ist mindestens zweischichtig aufgebaut. Fast 15 % sind als sehr naturnah und 20 % als naturnah einzustufen, d.h. auf über einem Drittel der Waldfläche sind die Hauptbaumarten der natürlichen Waldgesellschaften zu nennenswerten Anteilen vertreten. Nur 17 % des Waldes sind kulturbedingt, d.h. der Anteil der Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft sinkt unter 25 %.

Der Wald in Deutschland besteht zu 99 % aus Hochwald. Dieser entsteht durch Naturverjüngung, Saat und Pflanzung. Zum Hochwald gehört auch der Plenterwald, der fast ausschließlich in Bayern (zu 64,9 %) und in Baden-Württemberg (zu 31,6 %) vorhanden ist. Im Plenterwald sind die Bäume unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Größe kleinflächig und auf Dauer gemischt vorhanden. Diese Waldform führt zu einer stetigen Verjüngung und Ernte. Diese intensive Bewirtschaftungsform ist an Schatten ertragende Baumarten gebunden. Typische Baumarten sind Fichte, Tanne und Buche, wobei die Tanne mit 5 % überdurchschnittlich vertreten ist. Bundesweit nimmt der Plenterwald nur 0,3 % der Fläche ein.

Eine weitere Waldform ist der Mittel- und Niederwald mit 0,7 %. Bei dieser Nutzungsform werden Bäume in kurzen Abständen (ca. 15 bis 30 Jahren) genutzt. Die Verjüngung erfolgt hauptsächlich durch Stockausschlag und Wurzelbrut. Lichtbaumarten wie die Eiche und Laubbäume mit niedriger Lebensdauer, wie z.B. die Birke und Erle sind für diese Waldform typisch.

Fläche des Waldes in Deutschland:       

11,1 Millionen ha


Wald besteht zu:

59 % aus Nadelwald und
41 % aus Laubwald


Anteile der Baumarten:

Buche
15%
Eiche
10%
Laubbäume niedriger Lebensdauer
(Birke, Pappel, Erle)
10%
Laubbäume hoher Lebensdauer
(Ahorn, Esche, Linde)
6%
Fichte
28%
Kiefer
24%
Lärche
3%
Tanne
2%
Douglasie
2%

Waldfläche in % nach Bundesländern:


Hessen
42%
Rheinland-Pfalz
42%
Saarland
38%
Baden-Württemberg
38%
Bayern
36%
Brandenburg, Berlin
35%
Thüringen
32%
Sachsen
28%
Nordrhein-Westfalen 26%
Niedersachsen,
Hamburg, Bremen
24%
Sachsen-Anhalt 24%
Mecklenburg-Vorpommern 23%
Schleswig-Holstein 10%
Deutschland 31%


Die Tabelle zeigt die Verteilung über die Bundesrepublik: Regional schwankt der Bewaldungsanteil sehr stark, z. B. zwischen 3 % im Landkreis Dithmarschen (Schleswig-Holstein) und 64 % im Landkreis Regen (Bayern).
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